DIE GILDE DER IRIS

Der Fantasy Roman Die Gilde der Iris wird dich mit der Magie der Bäume und der Runen verzaubern 💫

“DIE GILDE DER IRIS” kannst du als Print im Hardcover- oder Taschenbuchformat überall bestellen, wo es Bücher gibt. Im Buchhandel oder online. Das Ebook findest du auf Amazon.
Du kannst es auch kostenlos mit Kindleunlimited lesen.

lila Schmetterling

Wenn du gerne ein signiertes Exemplar haben möchtest, bekommst du das Buch auch mit ein paar Goodies hier im Shop ❤️.
Auch eine wunderschöne Buchbox zum Fantasy Roman findest du dort.
Schau doch gleich mal vorbei.

Die Gilde der Iris gibt es jetzt auch als Hörbuch 💫

Die Gilde der Iris als Hörbuch


Meinen Fantasy Debütroman findest du jetzt als einzigartiges Hörerlebnis überall, wo es Hörbücher gibt.
Du kannst fast 13 Stunden lang die magischen Abenteuer von Elisa & Kris miterleben und eintauchen in eine Welt der Magie der Bäume und der Runen.
Die geniale Sprecherin Martina Bürger bringt die zauberhafte Geschichte so richtig zum Glänzen.

Natürlich bekommst du das Hörbuch auch in verschiedenen Abo Modellen, wie Audible, Spotify, Bookbeat usw 😄.

Hier findest du eine Hörprobe zum Hörbuch 🎧

Und hier kommt der Klappentext für dich

Ein Mädchen das mit Bäumen spricht und seine Vergangenheit nicht kennt. Ein geheimer Bund, der die Magie benutzen will, die in ihr schlummert und von der sie selbst nichts ahnt. Und eine Liebe, die aus Gut und Böse geboren ist und die darüber entscheiden wird, welche der beiden Seiten am Ende siegen wird.

Als Elisa beim Sprachkurs auf den quasselnden Schönling Kris trifft, hat sie keine Ahnung, dass sich ihrer beider Schicksale bald auf unheilvolle Weise verknüpfen werden.
Nachdem es kurz danach überall auf der Erde zu schrecklichen Katastrophen kommt, beginnt sie von ihren totgeglaubten Eltern zu träumen. Sie macht sich auf die Suche nach ihnen und stößt dabei auf einen geheimen Bund. Der Anführer der Gilde der Iris offenbart Elisa, dass es ihre Bestimmung ist, die Menschheit vor der Versklavung zu retten, denn sie hat die mächtige Gabe, die Magie der Bäume und der Runen zu beschwören.
So hatte sich Elisa ihr Leben nicht vorgestellt, doch es bleibt ihr keine Wahl. Als Kris unerwartet dort auftaucht und verspricht, ihr dabei zu helfen, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Wird er ihr beistehen oder sie verraten? Und wird Elisa die Menschheit retten können?


Schau dir den zauberhaften Buchtrailer an 🎬

Hier zeige ich dir meine beiden Hauptfiguren –
Elisa & Kris
Sind sie nicht zauberhaft

Elisa und Kris aus Die Gilde der Iris

Ich präsentiere dir mit diesem Buch eine wunderbare und magische Geschichte, die dich ganz sicher in ihren Bann ziehen wird und dich lachen, träumen und vielleicht auch weinen lässt … Bleib gespannt.

Hier kommen einige wundervolle Rezensionen, die das bestätigen. Ich bin wirklich sehr berührt von den Stimmen der Leser 🥰.

… von Sylvani Barthur. Auf dem Cover sehen wir eine sehr interessant verfärbte Iris, die zu strahlen scheint. Ansonsten ist, alles recht dunkel gehalten, wodurch die Iris ein richtiger Eyechatcher wird.  
Die Geschichte beginnt wie die meisten. In einer Stadt, mit einem Mädchen, welches ganz „normal“, fast schon unscheinbar ist. Aber wie viele Geschichten geht diese nicht weiter. Hier erwarten uns einige Überraschungen und wir werden schon bald in die Welt voller Runen- und Baummagie eingeführt. Eine etwas fremdartige Welt, in der man sich schnell zuhause findet. Besonders gefallen hat mir das Versteck der Gilde der Iris und die Baummagie, welche Elisa ausüben kann. Dort in den Höhlen fühlt man sich wie in einer großen Familie. 
Die Autorin hat eine wundervolle Welt erschaffen, in der sie uns zeigt wie schwer es sein kann, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und wie mächtig Neid ist. Dazu geht die Autorin auch indirekt auf die Umwelt ein. Auch wenn die Problematik der Polschmelze hier verschärft und beschleunigt dargestellt wird, da wir uns in einer Fantasy Welt befinden. 
Die Autorin zeigt, dass man über sich hinauswachsen kann, wenn man nur nicht aufgibt. Sie zeigt, dass selbst außergewöhnliche Menschen nicht perfekt sind und auch diese nicht immer im Sinne der Allgemeinheit entscheiden, wenn sie andere Dinge für wichtiger halten. Auch fand ich es super darüber zu rätseln, welche Intention Kris und Erik wirklich haben. 
Alles in allem ein toller Roman, mit viel Spannung und Verantwortung. Zuletzt bleibt mir noch die Frage nach dem roten Kristall offen und ob es noch weitere Mitglieder des Clans gibt, die einen Gegenschlag planen könnten, aber wer weiß ob die Autorin eine Fortsetzung plant. 
https://www.instagram.com/svenjab21/

… wurde ich sofort neugierig und war wahnsinnig gespannt darauf. Ich musste mir näher anschauen, um was es hier geht und wollte dann immer mehr erfahren. Es führte dann ganz schnell kein Weg mehr daran vorbei, ihr Buch zu lesen und das tat ich auch.

Doch erst einmal zu diesem traumhaft schönen Cover, welches so anders und neu für mich war. Ich kann es mit keinem vergleichen und bin hin und weg. Die Farbgestaltung ist einzigartig und fällt sofort auf. Noch auffallender sind aber die wundersamen Details, die natürlich perfekt zur Geschichte und zum Namen dieser passen. Es stellt einen absoluten Blickfang dar und hat mich auf Anhieb in den Bann gezogen. Es wurde mit so viel Liebe zum Detail designt und ich konnte meinen Blick kaum davon abwenden. Immer wieder erwischte ich mich selbst dabei, wie ich es mir noch einmal anschaute, während ich in der Geschichte versunken war.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht. Er schaffte es, mich direkt einzunehmen und zu fesseln. An die Geschichte und die wunderbaren Ereignisse. Die Autorin lässt dabei so viel Gefühl miteinfließen, sodass mein Herz platzen wollte. Immer wieder. Wenn sie mich stark getroffen oder zum Lachen gebracht hat. Ich kann nur sagen, dass ich ihn liebe, diesen grandiosen Stil, den Satzbau, jedes einzelne Wort.

Das Setting ist so wundersam und spannend gewesen. Es gab förmlich an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken und ich konnte mir gar nicht vorstellen, diese Welt wieder zu verlassen und in meine Realität einzutauchen. Ich wollte dort bleiben. Zwischen den Seiten, der Magie und den vielen unheimlich spannenden Momenten. Ich wollte die Charaktere weiter verfolgen, sie nicht mehr loslassen und ein Happy End. Ich habe mir so viel gewünscht und so viel mehr bekommen. Die Autorin schaffte es, mich in die völlige Tiefe zu ziehen. In die ihrer Geschichte, aus der es kein Entkommen mehr gab. Aus dem weiten und dunklen Strudel der vielen Gefühle, die sich auf mich übertrugen und zu einem wahren Wirbelsturm zusammenbrauten.

Ich kann euch sagen, ich bin verliebt. In alles, in die Geschichte und dieses wunderbare Buch. Ich bin verliebt in die Schreibkünste der Autorin, die Mischung aus verschiedenen Momenten und in die extrem bildhaften und greifbaren Charaktere. Ein Highlight, ein Herzensbuch, welches gelesen werden MUSS!

Zur Bewertung auf Amazon


Karte vom Quartier der Gilde der Iris

LESEPROBE

UND SO BEGANN ES …

„Wir werden uns verstecken müssen.“ Der Vater nahm das Kind auf den Arm. „Lass uns so schnell wie möglich das Quartier aufsuchen.“ „Aber dann wird unser Kind nie ein normales Leben führen können.“ Die Mutter schüttelte gequält den Kopf. „Ich weiß nicht, ob das die richtige Entscheidung ist.“ „Darüber können wir reden, wenn wir in Sicherheit sind.“ Er fasste sie am Arm und webte einen Feth Fiada, der alle drei in einen Nebel hüllte, der sie unsichtbar machte.

Als sie im Hauptquartier ankamen, wurden sie von den Mitgliedern der Gilde erwartet. Der Vater hatte sie über den Runenstein Raidho von den Ereignissen informiert und der Anführer und die Baummagierin hatten in der kurzen Zeit mithilfe von Edan eine Lösung für ihr Problem gefunden und eröffneten den Eltern, was sie zu tun gedachten. Zuerst waren sie entsetzt, aber nur so würden sie ihrem Kind ein normales Leben ermöglichen können. Auch wenn das bedeutete, dass sie sich für immer von ihm trennen mussten und es nie erfahren würde, wer sie waren. Doch das war nun einmal der Preis.
Der Heiler kümmerte sich zuerst um die schweren Verletzungen der Mutter, ehe er sich dem Kind widmete. Inzwischen hatten die Baummagierin und der Anführer alles für die Prozedur vorbereitet. Zum Schluss riefen sie Edans Magie an und baten Ilna um Beistand. Dann wirkten sie gemeinsam den Zauber, der die Zukunft verändern sollte …

KAPITEL 1

Verdammt, es war schon wieder passiert … Ich würde zu spät zum Sprachkurs kommen! Der tiefe Gong der alten Wanduhr hatte mich aus der mystischen Welt der Druiden von Stonehenge gerissen, in die ich völlig abgetaucht war. 
Eilig klappte ich das Buch zu, mit dem ich mich auf der Couch eingekuschelt hatte. Meine Mutter Sara hatte es mir überlassen, nachdem sie es ausgelesen hatte. Sie war sich sicher, dass es mir gefallen würde, und was auf den ersten fünfzig Seiten stand, hatte mich wahrhaftig voll in seinen Bann gezogen. 
Das Lesen war ein Hobby, das ich mit Sara teilte. Wir beide mochten Geschichten über geheimnisvolle Orte und versunkene Völker. Ich konnte zu jeder Zeit mühelos in diesen Welten verschwinden, mich darin verlieren und komplett die Zeit vergessen … Genau wie eben gerade noch. 

Der Norwegisch-Sprachkurs, den ich an der Volkshochschule belegt hatte, würde in zehn Minuten anfangen, und der Weg dahin dauerte schon mehr als eine Viertelstunde. Ich würde mal wieder zu spät kommen. Das gab mit Sicherheit Ärger und Sara würde es auch nicht sonderlich gefallen. Es war ihre Idee gewesen, dass ich die norwegische Sprache lernte. Sie selbst war zweisprachig aufgewachsen, weil ihre Eltern ursprünglich aus Norwegen stammten. Leider waren sie früh verstorben, sodass ich sie nie getroffen hatte. Ich kannte sie nur von ein paar Bildern aus einem Album. 
Weil Sara immer lange arbeiten musste und außerdem noch verschiedene Abendkurse belegte, blieb ihr nicht genug Zeit, mir Norwegisch beizubringen. Deshalb ging ich einmal die Woche zum Kurs, auch wenn mir das Einiges von meiner Freizeit nahm.

Rasch packte ich die paar Utensilien ein, die ich brauchte, putzte eilig die Gläser meiner Brille, die irgendwie immer schmutzig waren, und lief zur Bushaltestelle. Die Stadtbibliothek, in der die Sprachkurse der Volkshochschule stattfanden, lag im Zentrum. Als ich endlich im überfüllten Bus saß, in dem ich gerade so den letzten Sitzplatz ergattert hatte, schweifte mein Blick über die Fassaden der dicht aneinandergedrängten Gebäude, an denen sich der Bus langsam vorbeischob. Es war Hauptverkehrszeit und wir kamen nur stockend voran. Mir fiel mal wieder auf, wie trist es war, je weiter wir uns in Richtung Zentrum bewegten. Es fehlte eindeutig das Grün der Bäume zwischen den kahlen Häuserschluchten, die starr und kalt in den Himmel ragten. Selbst die bunt bepflanzten Steinkübel, die als spärlicher Ersatz an einigen Straßenrändern standen, machten das nicht wett. Als ich durch das Busfenster an den grauen Fassaden der Häuser hinaufsah, schienen sie immer näher zu rücken und ich hatte das Gefühl, dass sich mir die steinernen Fronten langsam entgegen lehnten, um mich zu erdrücken. Ich kniff die Augen zusammen und rang einen Moment lang nach Luft. Was ich mir immer einbildete … stirnrunzelnd schüttelte ich den Kopf.

Endlich war ich an der Haltestelle nahe der alten Stadtbibliothek angekommen. Das letzte Stück rannte ich, um etwas Zeit herauszuholen, was natürlich Blödsinn war. Die Luft, die ich dabei einatmete, schmeckte nach dem Staub der Stadt und ich dachte wehmütig an meinen kleinen Garten hinter unserem Wohnhaus am Stadtrand. Das wuchtige weiße Gebäude mit den überdachten Säulen am Eingang faszinierte mich jedes Mal wieder. Wenn ich durch das Portal ging, kam es mir immer vor, als würde ich eine andere Welt betreten, eine alte Welt, die meine Gedanken zu fantastischen Orten abschweifen ließ.

Doch das Gefühl verging schlagartig, als ich auf die Uhr schaute. Ich war zwanzig Minuten zu spät und der Kurs hatte längst angefangen. Sicher hatten sich die neuen Kursteilnehmer mittlerweile vorgestellt und ich würde jetzt mitten in das Gespräch platzen – alle Augen würden auf mich gerichtet sein. Ich bekam Gänsehaut und gleichzeitig wurde mir heiß. Das hier gehörte sicher nicht zu meinen Lieblingsauftritten, denn ich blieb lieber unsichtbar. Instinktiv zog ich den Kopf ein, als ich an der Tür zum Kursraum klopfte und zögernd eintrat.
„Ach, da kommt ja noch jemand.“ Die Kursleiterin Frau Vallant schaute mich über ihre Brille hinweg an. Sie war eine ernste Lehrerin mittleren Alters, die durch den straff aufgesteckten Dutt und die schmale schwarze Brille, die sie meist an einem Band um den Hals trug, noch strenger wirkte. „Fräulein Walden“, sagte sie spitz. „Wie ich sehe, haben Sie doch noch hergefunden. Da wird sich Ihre Mutter aber freuen.“ 
Frau Vallant war eine Arbeitskollegin von Sara, die in ihrer Freizeit den Sprachkurs gab. Dadurch war meine Mutter immer bestens über meinen Wissensstand informiert. 
In Gedanken verdrehte ich die Augen, nickte aber als Antwort nur. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken, als ich die Blicke der anderen Kursteilnehmer auf mir spürte. Es waren eine Menge neuer Gesichter dabei, ein Umstand, der mich noch nervöser machte.

 „Hier.“ Frau Vallant deutete auf die letzte Bankreihe. „Ihr alter Platz ist noch frei, allerdings müssen Sie ihn sich mit einem netten jungen Mann teilen.“
Echt jetzt? Das durfte ja nicht wahr sein! Ich ging mit gesenktem Kopf durch die Reihen und kam dabei ins Stolpern, konnte mich aber wieder fangen. Dabei löste sich eine Haarsträhne aus meinem Pferdeschwanz, die ich genervt hinter mein Ohr schob. Als ich kurz den Kopf hob, blickte ich in grinsende Gesichter. Ich kam mir vor wie bei einem Spießrutenlauf. Nur gut, dass ich diese Leute nur anderthalb Stunden in der Woche sah.
Im Anfängerkurs hatte ich das Privileg gehabt, die Bank in der letzten Reihe am Fenster für mich alleine zu haben, aber jetzt im Kurs für Fortgeschrittene waren alle Plätze bis auf einen belegt. Am Fenster saß dieser „nette junge Mann“, wie die Kursleiterin ihn genannt hatte, und ich vermied, meinen Blick dorthin zu lenken. Aber aus den Augenwinkeln nahm ich wahr, wie er mich lächelnd musterte.

„Hi, Hi“, zitierte eine fröhliche, etwas belegte männliche Stimme neben mir die norwegische Begrüßung. „Ich bin Kris. Aber ich gebe dir nicht die Hand, bin ein klitzekleines Bisschen erkältet.“
Ich drehte langsam den Kopf in Richtung Fenster, wo ich in ein paar lebendige graue Augen schaute, die einen hellblauen Schimmer hatten. Sie passten gut zu der gebräunten Haut und den blonden, aufgestylten Haaren. Der „nette junge Mann“, dem die Stimme gehörte, sah ziemlich gut aus, stellte ich fest. Ehe ich dazu kam, mich ebenfalls vorzustellen, sprach er schon weiter.

Ich drehte langsam den Kopf in Richtung Fenster, wo ich in ein paar lebendige graue Augen schaute, die einen hellblauen Schimmer hatten. Sie passten gut zu der gebräunten Haut und den blonden, aufgestylten Haaren. Der „nette junge Mann“, dem die Stimme gehörte, sah ziemlich gut aus, stellte ich fest. Ehe ich dazu kam, mich ebenfalls vorzustellen, sprach er schon weiter.
„Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, würden dir ein paar Viren von mir sicher guttun. In den kleinen Dingern steckt nämlich die volle Power von meiner Wenigkeit, und du dürftest dich geehrt fühlen, ein paar von ihnen abzukriegen.“

Hatte der sie noch alle? Der schien sich für Mister Obercool zu halten und eine Labertasche war er noch dazu. Er war mir jetzt schon unsympathisch, egal wie gut er aussah. Scheinbar hatte ich mit dem neuen Banknachbarn den Hauptgewinn gezogen.
„Wie heißt du?“, fragte er dann und klang zumindest ein bisschen weniger überheblich.
„Elisa“, sagte ich kurz angebunden. 
Ich packte mein Kursbuch und die Federmappe aus, ohne ihn anzusehen. Hoffentlich war das alles an hirnloser Konversation für diese Unterrichtsstunde, mehr würde ich nämlich nicht ertragen. Aber da hatte ich mich getäuscht, denn er legte gleich wieder los.

„Du hast letztes Jahr den Anfängerkurs belegt?“
„Hm.“
„Und wie ist dein Stand? Ich habe schon die Prüfung für die Mittelstufe abgelegt, erfolgreich übrigens“, prahlte er.

Am liebsten hätte ich ihn gefragt, was er dann hier wollte, aber das würde nur unnötige Diskussionen anheizen. So wie er drauf war, würde er sicher vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Die Frage war auch gar nicht nötig, er gab mir von allein die Antwort. Meine Güte, das konnte ja was werden!

„Ich mache das hier nur zur Auffrischung.“ Er setzte eine ernste Miene auf. „Ich mag es einfach, wenn ich etwas perfekt kann.“

So, nun wusste ich auch, dass er ein Perfektionist war. Fehlte nur noch, dass er mir erzählte, welche Sorte Unterhosen er trug. 
Ehe er wieder ansetzte, mir irgendeinen Schwachsinn zu erzählen, schnitt ich ihm das Wort ab: „Ich denke, wir sollten Frau Vallant zuhören. Sie erklärt die unregelmäßigen Verben, da sollte ich aufpassen.“ Mit zusammengekniffenen Augen funkelte ich ihn an. „Ich habe nämlich noch keine Mittelstufenprüfung erfolgreich abgeschlossen.“

Das Letzte kam vielleicht etwas scharf heraus, aber es hatte wohl gesessen, denn er klappte den Mund wieder zu und schaute starr zur Tafel. Die Kursleiterin hatte bereits ein paar der Verben angeschrieben. Ups, das war dann wohl in sein überhebliches Gehirn vorgedrungen. 
Demonstrativ drehte ich mich nach vorne und schrieb die Wörter sorgfältig ab. Ich war froh, dass sich ein paar Strähnen aus meinem Pferdeschwanz gelöst hatten und mir ins Gesicht fielen, sodass seine Sicht auf mich ziemlich eingeschränkt sein musste. Für gewöhnlich regte es mich tierisch auf, wenn meine schwer zu bändigenden braunen Haare aus dem Haargummi flutschten, und ich steckte sie mir dann meistens hinters Ohr. Doch jetzt ließ ich sie hängen, sodass sie einen Vorhang formten, hinter dem ich mich verstecken konnte. 
Außerdem konnte ich so ab und zu zu ihm schielen, ohne dass er es bemerkte. Den Rest der Stunde hatte ich Ruhe vor seinem Gequassel und als der Kurs zu Ende war, blieb ich noch kurz sitzen.

„Kommst du nicht mit raus?“, fragte er, nachdem er aufgestanden war. Dass er weiterhin mit mir redete, hatte ich nach der barschen Zurechtweisung nicht erwartet. 

„Nein … äh, ich muss mit Frau Vallant noch was wegen dem Kursbuch klären“, meinte ich stotternd. In Wahrheit wollte ich nur warten, bis er weg war, damit ich in Ruhe nach Hause gehen konnte, ohne weiter vollgequatscht zu werden.

„Okay, dann nicht.“ Er kniff den Mund zusammen. „Wir sehen uns spätestens nächste Woche.“ Dann winkte er mir kurz zu und verließ den Raum. 
Verstohlen blickte ich ihm nach. Er war wirklich nicht unattraktiv, groß und muskulös mit breiten Schultern. Ob er Boxer war? Sicher nicht. Dafür war sein Gesicht zu makellos. Ich schüttelte den Kopf, als ich mich bei diesen Gedanken ertappte. Warum dachte ich überhaupt darüber nach? So einem arroganten und geschwätzigen Typen konnte ich nun wirklich nichts abgewinnen. 

Der letzte Satz, den er gesagt hatte, bevor er ging, hallte in meinem Kopf nach. Was meinte er mit spätestens nächste Woche? Er würde doch nicht draußen auf mich warten? Quatsch, beruhigte ich mich, wieso sollte er das tun? Er stand sicher auf coole Mädels und nicht auf so einen Nerd wie mich.

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